Verteilen statt Vernichten – Landshuter Grüne besuchen die Tafel in der Niedermayerstraße

„Es ist beeindruckend, was die vielen Ehrenamtlichen hier bei der Landshuter Tafel alles leisten, um Menschen in Not mit Lebensmitteln zu versorgen. Wieviel Organisationsplanung aber auch körperliche Arbeit darin steckt, wird einem erst bei so einem Besuch richtig bewusst“, stellt Grünen-Stadträtin Sigi Hagl fest. Zusammen mit ihren Stadtratskolleginnen Hedwig Borgmann und Regine Keyßner sowie der Kreisvorsitzenden Elke Rümmelein besuchte sie die Landshuter Tafel in der Niedermayerstraße.

Seit 2009 gibt es die dortige Außenstelle der Tafel bereits. Vor kurzem wurde ein zweiter Öffnungstag am Donnerstag eingeführt, denn die Zahl der Abholerinnen steigt stetig. Rund 170 Personen kommen wöchentlich zur Ausgabestelle St. Peter und Paul – darunter auch viele ältere Menschen.

Rund 100 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sind an den beiden Ausgabestellen der Landshuter Tafel rund 24.000 Stunden im Jahr engagiert. Die meisten davon sind jede Woche viele Stunden im Einsatz. „Wir sind ein sehr gutes Team und passen auch aufeinander auf“, sagt Renate Hasler-Lang, die neben Karin Siebeneich Sprecherin des Teams St. Peter und Paul ist. „Es gibt einen Stammtisch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, um auch einmal Zeit zu haben, sich miteinander auszutauschen.“

Unter den Ehrenamtlichen ist auch Karim, ein 31-jähriger Mann aus Afghanistan, den das Team in der Niedermayerstraße unbedingt behalten möchte. Karim sollte abgeschoben werden, obwohl er bereits einen sicheren Ausbildungsplatz in einem Malerbetrieb hatte und hier bei der Tafel mitarbeitet. Nun hoffen alle, dass Karim in Landshut bleiben kann.

Rund vier Tonnen überschüssige Lebensmittel werden in der Woche bei den Lebensmittelgeschäften geholt und an Menschen in Not ausgegeben. Die Landshuter Tafel versorgt damit wöchentlich rund 900 Menschen.

Sehr viel Wert legt man in der Ausgabestelle „St. Peter und Paul“ auf die Vermeidung von Plastik. „Das ist uns wichtig. Bei uns gibt es z.B. wiederverwendbare Brotbeutel aus Stoff, die wir für einen Euro abgeben. Eine Kooperation mit den Landshuter Werkstätten“, sagt Karin Siebeneich. Gesucht wird derzeit noch ein Sponsor für Papiertüten.

Jochen Reuter, Sprecher des Teams Warenbeschaffung, wünscht sich von der Politik endlich Änderungen beim Mindesthaltbarkeistdatum: „Leider stellen wir fest, dass sehr viele Produkte, die eigentlich noch gut sind, wegen des Ablaufs des Mindsthaltbarkeitsdatums weggeworfen werden.

 

 

erstellt am 4. April 2019 | Beitrag drucken

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