Nahverkehrsplan muss sinnvoll aufgestellt werden

Nach dem erfolgreichen Bürgerbegehren „Busse Baby“ fordert die Stadtratsfraktion der Grünen ausreichend Haushaltmittel für 2018 bereitzustellen, um einen zukunftsorientierten Nahverkehrsplan aufstellen zu können. „Nur wenn der gesamte Zyklus von der Bedarfserhebung bis zur Optimierung professionell und kreativ geplant wird, werden wir ein wirklich attraktives und in die Zukunft gerichtetes ÖPNV-Angebot in Landshut erreichen“, so Prof. Dr. Frank Palme, Stadtrat der Grünen und Mitglied im Verkehrsausschuss.“ Dabei ist auch zu beachten, dass unter Berücksichtigung zukunftsweisender, gerade mit neuester Technologie besonders fahrgastfreundliche ÖPNV-Konzepte berücksichtigt werden.“
Konkret hat sich die Fraktion mit den einzelnen Verfahrensschritten auseinandergesetzt und hierzu einen Anforderungskatalog aufgestellt. So ist anfangs eine Haushaltsbefragung über das gesamte Stadtgebiet durchzuführen, um die tatsächlichen Bedarfe in der Bevölkerung herauszufinden. Eine Fahrgastbefragung alleine ist nicht ausreichend, denn hier werden nur Personen befragt, die die Busse bereits nutzen. Es sollen aber auch neue Fahrgäste gewonnen werden.
Zudem kann eine effiziente Einflussnahme auf das neue ÖPNV-Angebot auch durch eine Bürgerbeteiligung erreicht werden. „Die Nutzer sollen aktiv eingebunden werden, denn dadurch entsteht Kreativität und es kommt Praxisbezug in die Überlegungen“, so die Meinung von Stefan Gruber, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Stadtrat. Aber auch neue Bedienformen, beispielsweise durch kleine Busse, die nur durch jeweilige Stadtviertel fahren und dann an zentralen Punkten vernünftige Umsteigemöglichkeiten anbieten, sind nach Meinung der Fraktion umzusetzen. Stefan Gruber ist es ausgesprochen wichtig, dass endlich die Busfahrzeiten mit dem Zugfahrplan abgestimmt werden. „Es kann nicht sein, dass Pendler täglich im Spurt zum Zug hetzen müssen, weil nur 2 Minuten oder gar keine Umsteigezeit vorhanden ist, oder lange Wartezeiten haben“.
Mit der Erstellung eines neuen Fahrplansystems ist es aber noch nicht getan. Palme fordert, dass das gesamte Busnetz entsprechend der Bedarfsanalyse grundlegend neu überarbeitet wird. Dabei sind auch innovative Konzepte bis hin zu Autonomen Bussystemen für geeignete Anwendungssituationen und Gebiete denkbar: „Ein attraktiver ÖPNV muss Daseinsvorsorge und eine dauerhafte Serviceaufgabe sein – was auch die Verkehrssituation nachhaltig entspannen wird.“ so Palme weiter.
Um diese Anforderungen zu erfüllen, sind nach Meinung von Stefan Gruber ausreichend Mittel in den Haushalt 2018 einzustellen. „Ich werde mich vehement dafür einsetzen, dass der Haushaltsplan eine vernünftige Nahverkehrsplanung zulässt. Die Bürgerinnen und Bürger haben durch das positive Votum zu „Busse Baby“ ein klares Zeichen gesetzt. Jetzt ist es die Aufgabe des gesamten Stadtrates dies auch umzusetzen.“

erstellt am 10. November 2017 | Beitrag drucken

Kommentieren ist momentan nicht möglich.

Nächste Termine
  • Keine Termine.
Terminkalender
Oktober 2018
M D M D F S S
1234567
891011121314
15161718192021
22232425262728
293031EC