Altlastensanierung auf dem Gelände der ehemaligen BMI

fotos harry 2011-1Im Bausenat vom 18.11.2011 wurde die Aufstellung des Bebauungsplan Nr. 02-34 „Zwischen Klötzlmüllerstr. und Klötzlmühlbach“ im beschleunigten Verfahren nach §13a BauGB beschlossen. Die Flächen innerhalb des Geltungsbereiches dieses Bebauungsplanes gehören zum ehemaligen Betriebsstandort Landshut eines Molkereiprodukteherstellers. Von 1953 – 1960 wurden auf dem Gelände innerhalb des Geltungsbereiches durch die damalige Eigentümerin Spezialkondensatoren gereinigt. Hierbei kamen polychloriertes Biphenylen (PCB) und chlorierte Kohlenwasserstoffe (LHKW) zum Einsatz. Am 22./23.September 1960 wurden die Produktionsstätten durch einen Großbrand völlig zerstört. Das betreffende Areal ist mit umweltgefährdenden Stoffen, vor allem PCB, erheblich belastet. In Zusammenarbeit mit den Fachbehörden wurde daher ein Sanierungsplan erarbeitet und am 23.12.2012 von der Stadt Landshut genehmigt und am 3.6.2013 ergänzt.
Ich bitte im Zusammenhang mit den derzeit durchgeführten Sanierungsmaßnahmen um die Beantwortung folgender Fragen:
1. Nach welchen umwelt- und gesundheitsgefährdenden Stoffen wurde auf dem Gelände der BMI gesucht.
2. An welchen Stellen und bis zu welcher Tiefe wurde nach Altlasten gesucht?
3. An welchen Stellen und in welchen Mengen bzw. Konzentrationen wurden Altlasten gefunden? Bitte Angaben mit Mengen.
4. Kann ausgeschlossen werden, dass sich weitere Altlasten auf dem Gelände befinden?
5. Wie wird bei der Sanierung an den unterschiedlich hoch belasteten Stellen verfahren. Bis in welche Tiefe wird der Boden jeweils ausgetauscht?
6. Wie hoch wird die Belastung mit gefährlichen Stoffen nach Abschluss der Sanierung sein?
– an der Oberfläche?
– auf Solniveau?
– unterhalb der Kellersole?
7. Wie stark und mit welchen Stoffen wird das Grundwasser durch die Altlasten verunreinigt? Bitte genaue Werte.
– Vor der Sanierung,
– zum jetzigen Zeitpunkt,
– nach Abschluss der Sanierungsmaßnahmen?
8. Welche grundwassersichernden Maßnahmen wurden bisher unternommen und sind während der weiteren Sanierungs- und Bauphase geplant?
9. Wie wird mit dem belasteten Erdaushub verfahren?
10. Wann wird das Sanierungsverfahren voraussichtlich beendet sein?
11. Warum wurde mit den Sanierungsmaßnahmen so lange gewartet?
gez. Hedwig Borgmann

erstellt am 29. Juni 2015 | Beitrag drucken

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