Moserbräu – ein Lehrbeispiel eines „unbequemen Denkmals“

Grüne zum Tag des offenen Denkmals

„Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmäler?“ Diese Frage, die die deutsche Stiftung Denkmalschutz für den diesjährigen Tag des offenen Denkmals als Motto gewählt hat, zielt nach Auffassung der Grünen Fraktion recht genau auf die Situation in Landshut. Mit großer Sorge beobachtet die Fraktion, dass im historischen Bestand der Kernstadt immer wieder Gebäude dem Verfall preisgegeben werden, weil sie ihren Besitzern unbequem geworden sind und Gewinn verheißenden Neubauvorhaben buchstäblich im Wege stehen. Als Lehrbeispiel für solche Praktiken sieht die Grüne Fraktion die sich über viele Jahre hinziehende Leidensgeschichte des Moserbräu, die immer noch nicht an ihr Ende gekommen ist.

Mit vielen Bürgerinnen und Bürgern der Stadt erwartet die Grüne Fraktion von den in Landshut tätigen „Investoren“ mehr Gemeinsinn. Sie erwartet aber auch, von der Verwaltung, dass sie die ohnehin geringen gesetzlichen Möglichkeiten zur Eindämmung solcher Praktiken deutlich intensiver als bisher ausschöpft. Dankbar nimmt die Fraktion zur Kenntnis, dass dennoch auch eine Reihe von Hausbesitzern andere Wege gegangen sind und geradezu musterhaft gezeigt haben, wie Altbestand erhalten und dabei zugleich zeitgemäßen Nutzungsbedürfnissen angepasst werden kann. Der von der Grünen Fraktion initiierte Bauherrenpreis der Stadt hat einige dieser gelungenen Projekte zu Recht ausgezeichnet.

erstellt am 4. September 2013 | Beitrag drucken

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