Gedenken an Vertreibung der Juden

Antrag

 

Die Stadt errichtet am Dreifaltigkeitsplatz ein würdiges Gedenkzeichen zur Erinnerung an die gewaltsame Vertreibung der Juden aus Landshut im Jahre 1450 und an die dort zu jener Zeit bestehende Synagoge, die nach erfolgter Vertreibung in die katholische Dreifaltigkeitskirche umgewandelt wurde.

Genauer Standort, Gestaltung und etwaiger Text des Gedenkzeichens werden dem Bildungs- und Kultursenat zur Billigung vorgelegt.

 

Begründung:

Im späten Mittelalter bestand in Landshut eine blühende, vom damaligen Herzog Heinrich geschützte und geförderte Judengemeinde. Als dessen Nachfolger, Herzog Ludwig im Jahre 1450 die Herrschaft antrat, war eine seiner ersten Handlungen Verfolgung und Vertreibung der in Landshut ansässigen Juden. Sie durften bleiben, wenn sie sich taufen ließen, wurden aber auch dann beträchtlicher Teile ihres Vermögens beraubt. Wer sich nicht taufen ließ, wurde seines Vermögens zum größten Teil beraubt, musste das Land verlassen, aber vorher noch eine Steuer entrichten.

Dieses in der Landshuter Geschichte einschneidende und schmähliche Ereignis muss zur Mahnung dauerhaft im öffentlichen Bewusstsein gehalten werden. Der Dreifaltigkeitsplatz, wo die Juden ihren geistigen Mittelpunkt hatten, ist dafür der geeignete Ort.

 

Hermann Metzger
Stadtrat

erstellt am 28. März 2012 | Beitrag drucken

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